Pergamon

Kuşadası -> Bergama. Fast wie eine Zeitreise. Bergama ist ein kleines städtchen in der nähe von Pergamon. man hat das gefühl die zeit ist stehen geblieben. mein hotel scheint auch aus dem vor-vor-vorigen jahrhundert zu sein (siehe foto vom zimmerschlüssel).
aber die sehenswürdigkeiten haben eine geniale lage. hoch auf dem berg liegt die akropolis. von deutschen archäologen ausgegraben und anschließend gleich um den zeus-altar erleichtert, der jetzt in berlin steht.
dann die rote basilika, einst ein heiligtum für ägyptische götter, eine orthodxe kirche, eine öl-fabrik und jetzt nur noch eine ruine.
und zum schluss noch das asklepion. sowas wie eine antike kur-anstalt.

traue keinem türken bei entfernungsangaben! für sie ist es immer zu weit. ich habe einen kellner gefragt ob ich zu fuß zum asklepion gehen kann. da hat er mich angeschaut, als hätte die sonne mein gehirn verbrüht und ich möchte grad so mal kurz nach dem essen nach wien spazieren.
nein! ich muss ein taxi nehmen. der weg ist zu weit.
2min taxifahrt… und retour waren es 10min zu fuß…
aber für einen türken wäre es der tot soweit laufen zu müssen.

danach habe ich mich in mein bett gelegt und wollte ein bisschen schlafen. bis mich sms und skype um 23:00 aufgeweckt hatten. da habe ich bemerkt, dass ich keine ahnung habe wie ich das licht in meinem zimmer anmachen kann… also einfach umdrehen und weiterschlafen. 😀

so… wieder fotos

PMD-Tour

Heute gings mit einem Reiseunternehmen nach Priene – Miletus – Didima und Altınkum ( goldener Sand).
der service der mich abholen sollte war verspätet… 35min aber ist dann doch noch gekommen.
dann ging es los zu den steinhaufen. 🙂

bei der tour waren ein engländer und ein ire dabei, mit denen ich mich unterhalten hatte.
ich kam mir vor, als würde ich mit türken auf türkisch reden. bei jedem zweiten satz musste ich nachfragen was sie gesagt hatten. das englisch ist ganz und gar nicht mit dem zu vergleichen, was wir in unserer klasse immer miteinander gesprochen hatten.

so und jetzt kommen wieder ein paar fotos:

Kuşadası

heute ist die reisegruppe komplett zerfallen. ich bin wieder mit mir selbst unterweg. nach dem nachtbus nach izmir gings gleich weiter zur vogel-insel (kuş + ada). nur habe ich weder eine insel noch vögel gesehen.
ich habe eine nette pension gefunden und gleich mit den besitzern – ein deutsch-türkisches ehepaar – zusammen gefrühstückt. und deutsch gesprochen… nach langem wieder.
in kuşadası sitzen die leute am ramadan mittags in einem lokal auf der straße und trinken bier… fast wie in in konya… aber nur fast.
heute habe ich die reiseroute für die nächsten tage festgelegt, damit ich ja rechtzeitig in istanbul am flughafen ankomme. 🙂
und lustigerweise geht sich alles auf meiner liste der zu-besuchenden-orte aus, bis auf ani und bursa.
und sonst wird der tag zum regenerieren verwendet um meinen energiehaushalt nach dem japanischen reise-stil tagen wieder aufzufüllen.

sogar eine wäscherei gibts in der selben straße wie unser hotel. und während schon gespannt darauf warte, ob die entlich in der lage sind meine hose zu bügeln, sitze ich auf dem flachdach von der pension und trage entlich wieder die blog-einträge ein. also, nicht vergessen, die letzten paar tage nachzulesen.

Konya

Konya. Ramadan. -> tödlich!!! der versuch ein offenes restaurant zu finden ist so, als wenn man am ostersonntag in rom ein offenes geschäft finden möchte. nichts essen, nichts trinken – nicht mal einen tropfen wasser, und auch nichts rauchen, solange man einen weißen von einem schwarzen faden unterscheiden kann.
meine reisegefährtin aus indonesien ist moslem. und sie fastet. ich bin kein moslem. ich faste aber auch. warum? weil ich in konya bin und es nichts zu essen gibt.

also… busfahrt ohne tee, kaffee und kekse. kein frühstück, kein mittagessen, und erst um 20:09 was zum futtern. aber zum glück gabs wasser.

lustig wirds dann ab 20:00. jeder sitzt da mit einer großen wasserflasche und leerem blick, während er auf den muezzin wartet. dann wird die flasche in einem zug geleert und lokum gegessen während man auf das essen wartet.

im nachtbus nach izmir gabs dann was zu essen und trinken, denn man kann ja die beiden fäden nicht unterscheiden. und um 3:30 gabs eine lange pause an der autobahn, dann die fastenden müssen sich reserven anfuttern und antrinken um den nächsten tag zu überleben. sowas zu erleben ist wirklich schräg, vorallem wenn man die ausnahme ist und von allen leuten komisch angeschaut wird. das kann man gar nicht beschreiben, sondern muss man erlebt haben.

in konya gibts nur das mausoleum von mevlana zu sehen – dem begründer der derwische und des sufismus. und haufenweise gläubige moslems. die meisten türken in telfs kommen übrigens auch aus dieser gegend… was einiges erklärt.
wahrscheinlich waren die leute vor 2000 Jahren auch so drauf. darum haben sie auch den paulus hier gesteinigt. ich bin aber gerade noch mit dem leben davongekommen. 😀

Ürgüp

die reisegruppe beginnt zu bröckeln. takuji und seine schwester verlassen uns. sie müssen weiter im japanischen stil die türkei besichtigen. das heißt mit dem bus nach konya. dort einen halben tag verbringen. mit dem nachtbus nach istanbul. dort in zwei tagen alles fotografieren und dann ab nach hause. türkiye in 5 tagen… und dann noch zwei wochen urlaub um den schlaf nachzuholen und die fotos anzuschauen.

bei uns gehts stattdessen mit dem bus nach ürgüp, um eine weinplantage und den dazugehörigen verkauf zu besichtigen. – das ist jetzt david-style und nicht mehr japanisch.
anschließend noch in ein hamam und zu den drehenden derwischen.

Göreme

busfahrt überlebt. halb tot. es geht im japanischen reisestil weiter. schnell in das hotel einchecken (übrigens ein höhlenhotel) und dann wird man schon von einem reiseveranstalter im bus abgeholt.

die tour schaut dann wie folgt aus: man wird so schnell wie möglich mit dem klimatisierten bus von einer sehenswürdigkeit zur nächsten gebracht. jeweils mit der aussage: hier fotopoint. sehr schön. sehr wichtig.

unser japanischer reiseführer hatte kapadozien aber schon 4x besichtigt. daher ließ er uns drei mit der tour alleine und blieb im hotel. was gar keine so schlechte idee ist, denn nach der tour stand gleich das nächste museum auf dem plan… ich bevorzuge eindeutig den österreichischen reise-stil. 🙂

aber der tag war super… unglaublich was es alles zu sehen gab:
– eine unterirdische stadt
– einen vulkan-see
– einen kanyon (wo man nicht sicher ist, ob man im disneyland ist oder nicht… man aber auf jedem fall klettern möchte)
– dem drehort von starwars Epidode I
– einer karawanserei
– und sicher 500 kirchen.

auch das open-air museum ist beeindruckend. man ist sich nicht sicher ob man auf dem mond oder dem mars gelandet ist…

… und bevor es in die höhle zum schlafen ging, gabs noch ein typisches gericht: testi kebap, das in einem tonkrug geliefert wird, den man selbst zertrümmen darf.

Prüfungen 2 & Leaving Izmir

letzter tag in izmir… die prüfung ist vorbei. wow. und auch noch bestanden. der schriftliche teil war bei weitem schwieriger eher für fortgeschritten 4 als für basis 2. 🙂
7 von 18 haben den test bestanden. darunter keiner von den georgiern. 🙂

bis zum drucken der zeugnisse durften wir zwei stunden warten. daher habe ich mich nochmals in den kampf um schuhe in den bazar gestürzt.
mit den neuen schuhen in der tasche komme ich an einem hemden-geschäft vorbei. ja! ihr kennt mich, ich bin nicht vorbei, sondern hinein gekommen. ich probiere eines an das mir gefällt, aber es passt nicht zu 100%. aber das ist kein problem in der türkei. 2min später bin ich mit dem ladenbesitzer zusammen in einer schneiderei gestanden und der schneider hat mir in einer viertelstunde ein maßhemd daraus gebastelt. natürlich zum selben preis.

goodbye izmir. mit den gepackten koffer, meinem hut, zwei japaner und einer indonesierin gehts zum otogar und zur 12 stunden busfahrt nach kapadozien…

… und busfahren ist in der türkei etwas besonderes. es gibt einen eigenen high-tech bildschirm vor sich, mit musik, filme, tv… und einem kellner, der alle 10minuten tee, kekse und getränke vorbeibringt… ja, die ganze nacht hindurch. und alle 2h gibts eine pause an einer raststation mit restaurant und toiletten.

ihr könnt euch also vorstellen, wie ausgeruht man nach so einer busfahrt am ziel ankommt…

Prüfungen 1

heute gab es die schrecklichen prüfungen… alles mündlich.
als erstes mussten wir 5min etwas über die türkei, welcher ort uns da am besten gefallt, und über unser heimatland erzählen… sowas muss ich jeden tag im bus machen. 🙂 also ist das nicht wirklich schwer gefallen.
dann mussten wir einen dialog halten. dazu war ich mit meinem „hausgenossen“ takuji eingeteilt. und das thema war: „essen in einem restaurant bestellen“ 🙂 das machen wir ja drei mal am tag… also fiel uns das auch nicht schwer.

darum gings direkt danach Ilıca an den strand zum schwimmen… und da habe ich wieder ein paar coole leute kennen gelernt. einen afghanen und zwei weitere coole indonesier.

und nach einer hitzigen diskussion mit drei überzeugte sozialisten/kommunisten über gerechtigkeit, steuern und firmen komme ich endlich in mein – ebenso hitziges – bett.

morgen ist der letzte schultag. die letzten prüfungen. das zertifikat.
und dann gehts ab nach kapadozien. wobei unsere reisegruppe zuwachs bekommen hat. neben takuji und seiner schwester, kommt noch eine studentin aus indonesien mit uns mit.

fotos gibts heute keine, da alle strände gleich, und somit nicht fotografierenswert sind. 🙂

Sardes

heute gings nach sardes.
gleich nach dem unterricht bin ich zum busbahnhof geeilt (diesmal mit dem richtigen bus) und nach sardes gefahren.
das insofern ein bisschen interessant, weil der bus da nicht stehen bleibt. zum hinkommen ist das kein problem, der busfahrer lässt dich überall aussteigen… aber beim rückfahren wirds dann interessant, man muss nämlich einen bus stoppen.
zufälligerweise war der mann im bus neben mir aus sardes, aber wohnt schon seit 21jahren in steyr in OÖ. allderings konnte er fast kein wort deutsch, und so haben wir auf türkisch plaudern müssen. er hat mir dann alles erklärt wie ich zu den ruinen und wieder nach izmir komme.
sardis war sehr interessant und heiß. 🙂 ein brunnen hat mich dann gerettet.
und zufälligerweise war der autobus genau zu selben zeit wie ich an der hauptstraße und hat mich wieder mitgenommen.
anschließend gings zur versammlung. und diesmal wollten mich zwei familien einladen… super, da ich übermorgen schon abreise. jetzt, nach 4 wochen, hätte ich entlich einen kontakt zu den locals und ich muss gehen…

als ich dann mit den letzten bus nach hause gefahren bin, habe ich das schönste türkische mädchen, das ich jemals gesehen hatte, neben mir sitzen gehabt.
und natürlich fängt sie mit mir zu reden an – auf türkisch, so wie das alle leute in der türkei machen. ganz vertieft in die versuche irgendwie zu kommunizieren habe ich dann meine bushaltestelle verpasst… super… der letzte bus… da durfte ich dann eine halbe stunde durch die nach zu unserem haus marschieren.
die moral von der geschicht‘, sprich mit fremden frauen nicht! 😀

so jetzt noch ein paar fotos und dann brauche ich meinen schlaf…
… wenn ich schon nichts auf die prüfung gelernt habe, sollte ich zumindest ausgeschlafen sein.

Ein Unglück kommt selten allein!

TEMPVS FVGIT – und zwar unglaublich schnell…
morgen der letzte tag schule. und am donnerstag und freitag gibts dann die prüfungen. fast wie bei der matura. es kommen extra prüfer von ankara, die uns zwei tage lang durchtesten. einen dialog machen, eine rede halten, hörübungen, einen aufsatz schreiben…
fast wie bei der matura.
allerdings interessiert mich dieser test nicht. ich will ja keinen schein bekommen, sondern die sprache können. zwei tage unterricht wären mir lieber…

es gibt tage da sollte man gar nicht erst aufstehen. heute war so ein tag. ich war unterwegs zum otogar (busbahnhof) um das ticket für freitag nach kapadozien zu kaufen. aber irgendwie habe ich den bus 63 anstatt 163 erwischt. eine halbe stunde später bin ich dann irgendwo im nirgendwo gestanden.
und diesen falschen bus hatte ich mit dem letzten guthaben auf meiner kent-kart bezahlt. und wie es der zufall will hatte ich kein bargeld mehr bei mir, weil ich gestern abend den taxifahrer das restliche geld gegeben hatte.
dann weht mir noch der wind fast den hut weg und ich schnappe mit der hand danach. blöderweise hatte ich die offene wasserflasche in der hand… die ich mir über den kopf leerte…
so stand ich da: wasschel-nass, kein ticket, kein bargeld, kein bekannter ort. 🙂
nach ein bisschen herumsuchen hatte ich dann einen bankomat gefunden und ich war wieder in der welt der lebenden unterwegs… 😀
leider sind wir wegen dieser verspätung nicht mehr nach priene und miletus gefahren…

so… wenn alles gut klappt bin ich morgen in sardes.