Gili Air

Von Stränden und der Polizei.

Inselleben

Jetzt ist der Urlaub entlich zum Reisen dazugekommen. Am Strand liegen, lesen, ein bisschen schnorcheln. Und dazu kommt immer wieder ein Kellner mit Getränken & Essen vorbei.

Polizei.

Auf den Gilis gibt es nicht nur keine Autos und Hunde, sondern auch keine Polizei. Und bei 200 Personen, die am selben Fleck leben, wäre das auch überflüssig.
Wenn trotzdem erwas passieren oder abhanden kommen sollte, wendet man sich einfach an den Dorfälteste, der das Problem lösen wird.

Drogen

Da es keine Polizei gibt, kann man im großen und ganzen, tun was man will, ohne belangt werden zu können.
Das haben die Hippies schon vor jahren erkannt. So wurde aus den Gilis ein Enklave für Aussteiger, die ihre Mushrooms und Joints genießen wollen – obwohl in Indonesien auf Drogenhandel die Todesstrafe steht.
Wenn man über den Strand marschiert, wird man alle paar Meter von einem Dealer angequatsch, oder von einem Schild auf „Mushroom-Cocktails“ aufmerksam gemacht.
Und das am hellen Tag, mutig von den Einheimischen.

 

Schifffahren zu den Gilis

Vom Aufstehen, Speedboat-Fahren und dem Paradies.

Aufbruch

6:00. Ich liege noch im Bett. Der Wecker hat noch ein paar Minuten. Es klopft an meine Türe. Es ist Nyoman. Auf der Veranda steht schon der Kaffee, die Toasts und das Obst bereit. Und dabei habe ich gestern nur kurz erwähnt, dass wir um 7:00 losmüssen.
Irgendwie ist es ein komisches Gefühl, wenn man von jemandem, der gut doppelt so alt wie man selber ist, andauernd bedient wird…
Es geht los zum Shuttlebus und die bringen uns zum Hafen nach Padang Bai.

Speedboat fahren

20120917-181229.jpgWir besteigen ein edles Boot. Ledersitze, 5Motoren und ein Trupp halb-schwindeliger Australier. Alle mit verfilzten Haaren, Piercings im Gesicht und einer Bierflasche in der Hand. Einer hat es nicht mal fertiggebracht zu seiner kurzen Hose in ein Shirt hineinzukriechen. Sobald das Boot losfährt, klettern sie aufs Dach – mit einem weiteren Bier – und drehen ihre „Kräuterzigaretten“.
Wir sitzen hinten außen und genießen die Salzluft und den Ausblick. Nach dem ersten Stopp auf Lombok, kommen wir zu Gili Air. Keiner steigt aus, nur wir beide.

Gili Air

20120917-181347.jpgEs gibt keinen Steg. Man springt ins Wasser, schultert seinen Koffer und marschiert ans Land. An das paradiesische Land.
Es gibt auf den Gilis keine Autos und keine Hunde, nur Pferdefuhrwerke und die als Taxis. Also beladen wir eine Kutsche und fahren zu einer Bungalow-anlage.
Hier ist das Inselfeeling perfekt. Nur die Wellen als Geräusche, eine Liege und Hängematte samt Tisch unter einem Baum, zwei meter vom weißen Sandstrand entfernt.
So werden wir sicher die nächsten paar Tage verbringen.

Ubud – Kultur

Neben Museen kann man hier auch exquisit essen, und das für europäische Verhältnisse.

Neka Art Museum

Kunst. Mir fehlt offensichtlich der Zugang dazu. 😀 Aber es ist immer wieder lustig durch ein Museum zu spazieren und skurille Bilder zu entdecken und glaubt mir, die Kunst hier kann echt schräg sein. 😀

Bridges Restaurant

20120916-204313.jpgNeben den Brücken steht ein etwas unscheinbares Restaurant. Sobald man aber hinein und die Treppe hinuter geht, findet man sich in einem Gourmettempel der Extraklasse wieder.
Ich gehe gerne einmal nobel Abendessen; aber so etwas ist mir auch in Europa noch nicht untergekommen. Umwerfend, die Speisen und der Wein. Dazu ein traum Ambiente mit Aussicht auf dem Fluss und Urwald. Und das alles mit asiatisch höflicher Bedienung.
Naja… dafür hat es auch 500.000idr pro Kopf gekostet…

Ubud – Dies und Das

Vom Nichts-Tun, Tanzen und Spinnen

Spa

20120915-225655.jpgUrlaub. Nichts-Tun. Daher gings ab ins SPA. Massage und Spezialbad. Diesmal ein Kräuterbad. Danach geht man wieder frisch belebt durch die Stadt.

Leute Beobachten

Und den Nachmittag haben wir mit einer der interessantesten Tätigkeiten überhaupt verbracht. Einfach in der Stadt sitzen und Leute beobachten.

Legong-Tanz

20120915-230635.jpgWenn man in Ubud ist, sollte man eine Tanzaufführung besuchen, so schreibt der Reiseführer. Und er hat recht.
Es ist einzigartig, wenn 20 Balinesen auf dem Gamelan Musik machen. Und dazu noch Tänzerinnen ein Stück vorführen, wo jeder Fingerdreh und jede Augenbewegung einstudiert ist. Dagegen verblasst jeder orientalische Bauchtanz nur.

Tiere

Zum Abschluss des Tages mussten wir noch Tiere in unserem Haus jagen. Kakerlaken und eine Spinne. Wobei die Spinne uns beide überrascht hat. 15cm im Durchmesser und dazu noch Fleischig und dick. Die Kakerlaken sind tot. Die Spinne lebt noch, halbverwundet hinter einem Kasten. Aber zum Glück gibt es ja Moskitonetze zum Schlafen…

Ubud – Affen & Kultur

Eat, Pray, Love. & Affen.

Nicht Füttern

20120914-224756.jpgSacred Monkey Forest. So heißt ein Teil von Bali. Forest, weil es im Wald liegt. Sacred, weil es Tempel und Friedhöfe gint. Monkey… ja… weil es von grauen Affen nur so wimmelt.
Und diese Affen sollte man nicht füttern, weil sie so aggressiv sind.
Ich kaufe die Eintrittskarten, Patric Bananen.
Kaum sind wir durch das Tor durch, kommt ein schreiender Affe dahergelaufen, springt Patric an und reißt ihm gleich zwei Bananen von dem Bündel ab.
Aber das können wir auch. Ich gebe Patric die Tasche, nehme eine Banane und laufe von den Affen weg. Bis mich ein Wärter darauf hinweist, dass die Affen beißen, wenn man sie ärgert.
Aber er zeigt uns, dass die Affen auf der Schulter sitzen bleiben, wenn man eine Banane im ausgestreckten Arm hält. Was wir natürlich gleich ausprobieren.

Streifzug

20120914-230124.jpgUbud ist gewaltig. Lauter Galerien, Museen, Kunstwerkstätte und sogar einen Fürstenpalast.
Wir sind einfach durch die Straßen und Reisfelder geschlendert und haben Ubud auf uns wirken lassen und ein paar Fotos geschossen.


Umsiedeln

Voll bepackt mit vielen Sachen, die das Leben schöner machen.

Ein Bett im Reisfeld

Ich musste soeben feststellen, dass mein Artikel von Gestern verschwunden ist…
Jedenfalls haben wir uns von Bob und dem Bali-Haus verabschiedet und sind nach Ubud umgesiedelt.
Das neue Haus liegt mitten in einem Reisfeld, wo man nur über schmale, steile Fußwege hinkommt. Da war mein Rucksack ein guter Begleiter. Unser neuer Hausverwalter hat gleich einen von Patrics Koffern geschnappt und ist mit so einem Elan den Weg zum Haus gegangen, dass wir beide ins Schnaufen kamen…
Aber der Weg hat sich rentiert. Bali überrascht einfach jeden Tag wieder. 😀

Nusa Dua

Die Plan-Strand-Stadt die immer noch schläft.

Zwei Inseln

20120912-203410.jpg… das bedeutet Nusa Dua auf Deutsch, ist eine Stadt die in den 70er Jahren auf dem Reißbrett entworfen wurde um mit internationalen Stränden mithalten zu können.
Will man in das Areal hinein, muss man durch Security-Checkpoints fahren, und kommt sich mit einem mal arm vor; und ist es auch, im vergleich zu den Standardgästen.

Pazifik-Museum

Das ist unser erster Stopp. Ein Museum voll von Kunst aus, Süd-Ost-Asien und Ozeanien. Interessant und skurill zugleich. Besonders da ganze 6 Besucher in dem Komplex unterwegs waren.

Tanjung Benoa

20120912-201946.jpgDas ist eine Halbinsel im Norden von Nusa Dua. Voll von Hotelanlagen und Baustellen, neben kleinen Häusern, Tempeln und Müllflächen.
Hier treffen die Kulturen mit vollem Schwung aufeinander. Ein BBQ-Restaurant, mit europäischen Preisen. Daneben ein Schrein auf der Straße wo zwei Priester und zwei Gläubige beten. Ein Courtyard by Merriot-Hotel, neben einem kleinen Warung.
Und wir mitten drin.


Balangan Beach

Sonne, Sommer, Sand.

Driver

20120911-184751.jpgBob will uns jeden Tag irgendwo anders hinschleppen. Doch anders als die meisten Süd-Bali-Urlauber suchen wir mehr die Ruhe als die Party-Spots.
So sind wir heute Morgen ein Ticket für die Gili-Inseln kaufen gefahren. Drei Inseln, ohne Hunde und Autos, dafür mit Sonne, Strand und Meer. Am Montag geht es dort hin.
Bob überrascht uns immer wieder mit den Wegen und Straßen die er findet. Und als Dankeschön haben wir ihn in ein Restaurant seiner Wahl eingeladen. Ratet mal was er sich ausgesucht hat?
😀 Das McDonalds. Und er war sich nie sicher, ob ein so teures Lokal OK ist und hat andauernd nachgefragt und gesagt, dass er auch billigere Warungs kennen würde. Doch die McDonalds-Freude haben wir ihm gern gemacht.

Balangan-Beach

20120911-184813.jpgAm Strand von Balangan wurde dann der restlichs Tag verbracht. Liegen, Lesen, Essen und Kokosnüsse trinken, während man den Wellen lauscht. Solange bis man die Sonne untergehen sieht.


Ulu Watu

Surfer, Affen, Tänzer. In Ulu Watu gibt es das alles.

Surferbar

Nachtrag zu gestern:
Das Reggae-Konzert entpuppte sich als Surfer-Bar. Das Publikum ist zum schreien. ^^ Ich mit Hemd und Hose bin mir vorgekommen wie ein Europäer in Afrika.
Wie soll man sich die Leute vorstellen? Sonnengebräunt, mit langen Haaren und Bart.
Aber das Um und Auf ist die Kleidung. Flip-Flops; eine kurze Hose; ein ärmelloses Shirt. Wobei der Ausschnitt und die Ärmellöcher bis zum Bauchnabel reichen; als Abschluss gehört noch eine Baseballkappe dazu. Und Eine Bierflasche in Bauchhöhe.
Das wirklich lustige ist, dass
ALLE so aussehen und dazu noch so ein Alpha-Gehabe an den Tag legen, dass jeder mit seiner Persönlichkeit alleine Bali füllen könnte. ^^

Autotausch

Heute ist unser Leihwagenbesitzer vorbeigekommen und wollte unseren Wagen gegen einen kleineren austauschen.
Ganz erfreut war er nicht über die zerkratzte Seite als er sie gesehen hatte. Doch mit asiatischer Höflichkeit hat er es hingenommen, ohne sich erwas anmerken zu lassen; aber der kurze Gesichtsausdruck hat alles gesagt.
Dann gab er uns die Schlüssel für einen kleineren Suzuki, mit knapp 15.000km und sagt zum abschied. „Please be careful.“

Surferstrand

20120910-212320.jpgNach der Massage ging es ab zum Ulu Watu. Ein weltweit bekannter Surfspot – ich habe den Namen vorher noch nie gehört.
Aber es war der selbe Platz, wo gestern unsere Party war. Bei Tag wirkt der Platz einmalig. In die Klippen sind mehrere Häuser gebaut, auf die man nur zu Fuß über Betonstaffel und Holztreppen hingelangen kann. Bretterkneipen, Gewandverkäufe und Surfboard-Reperaturwerkstätten.
So interessant es auch ist, aber die meiste Art von Urlaubern macht den ganzen Urlaubsort zunichte, durch ihre Kleidung, ihr Gehabe und das König-der-Welt-sein und Alles-wie-Zuhause-haben-wollen.
Schade.

Affen

20120910-212334.jpgAb zum Pura Luhur Ulu Watu. Ein fantastischer – und leider auch touristischer – Tempel an der Meeresklippe.
Der Ort ist sagenhaft. Und was ihn noch interessanter macht sind die ganzen Horden von grauen Affen dort.
Diese kleinen Tiere sind einfach genial. Faul liegen sie da und lausen sich gegenseitig. Sobald man ihnen aber etwas zum Essen anbietet ist es mit der Ruhe aus. Sie kommen dahergelaufen und streiten sich darum wer es bekommen darf. Und das ist immer der größere und stärkere.
Man könnte den Tieren stundenlang zusehen, ihnen erwas zum Essen geben und sie necken…

Kecak-Tanz

20120910-212355.jpgDas besondere an diesem Tempel ist, dass dort eine Arena gebaut wurde, wo man dem berühmten Kecak-Tanz bewundern kann.
Ein Chor von 40 Männern singt rythmische Musik und dazu tanzen in Gold und Seide verkleidete Tänzer eine Geschichte aus dem Ramayana-Epos.
Einzigartig. So eine Vorstellung kommt uns Europäern total fremd vor.

Surf & Fish in Jimbaran

Surfen

Was macht man normalerweise auf Bali? Genau. Surfen. Das mussten wir heute gleich probieren. Also ab zum Strand und bei einem Surflehrer angemeldet.
Das Paket beinhaltet: Die Ausrüstung, 30min Theorie und 2h Surfen.
2h Surfen? Das kling nach wenig. Aber nach 10min merkten wir, dass 2h doch lange sein können… sehr lange.
Das Paddeln hat mir gleich gezeigt, dass ich doch kein durchtrainierter Sportler bin. 😀
Und dann gab es noch ein Brett von einem deutschen Mitsurfer direkt mit Schwung auf den Hinterkopf. Bamm. Sterne. Zum Glück ein abgerundetes Schaumstoffteil und kein Holzbrett mit Spitze…
Da muss man durch, denn das Gefühl ist einzigartig, wenn man stehend auf dem Brett die Welle reitet, oder besser von der Welle reiten-gelassen wird. 😀

Fisch-Essen

20120909-183737.jpgBali überrascht immer wieder. Heute sind wir nach Jimbaran in die berühmten Fischrestaurants gefahren.
Bob fährt uns überall mit unserem Auto hin. Er freut sich so einen neuen Toyota fahren zu dürfen.
Das Restaurant ist der Wahnsinn! Der Fahrer fährt dich direkt in die Halle des Restaurantes hinein. Man wird ganz nobel empfangen und zu einem Tisch am Sandstrand geführt und bekommt einen Welcome-Drink. Anschließend sucht man sich aus den Wassertanks die Tiere aus die man essen möchte und bekommt sie später gegrillt und garniert serviert.
Zu meinen King-Prawns gab es auch noch eine Kokosnuss zu trinken.
Und anschließend fahren wir zu einem Reggae-Konzert auf einer Klippe. Es bleibt einfach jeden Tag spannend.