Mérida

Von der Stadtplanung, den Europäern und dem Moskitos

Schachbrett

SchachbrettMérida ist eine lustige Stadt. Alles ist nach einem Schachbrett-Muster aufgebaut. Keine Straße ist größer oder kleiner, alle sind gleich breit. Und alle Straßen sind Einbahnstraßen. Das Stadtzentrum ist ein Park in der Größe von einem Quadrat am Schachbrett. Außerdem gibt es keine Straßennamen, sondern nur Nummern. Kennt man die richtige Nummer, findet man alles. Kenn man sie nicht, ist man verloren.

Maya vs. Spanier

SklavenEs gibt hier wenig zu sehen. Alles was von der Mayakultur übrig war, wurde europäisiert. So wurde auf dem Maya-Tempel eine Kathedrale gebaut; teilweise sogar »aus« dem Maya-Tempel. Alles in allem sieht die Stadt eher wie eine Stadt in Griechenland oder Italien aus.

Einen Kopf größer als die meisten, blond und weiß. Dazu kommt noch mein Panamahut. So durchstreife ich die vier Sehenswürdigkeiten um den Plaza. Dabei werde ich wieder mit der Überheblichkeit der Europäer konfrontiert. Innerhalb weniger Jahrzehnte, haben sie es geschafft, die indigene Kultur komplett mit europäischen Elementen zu überstülpen. So sitze ich in einem Café und beobachte das Treiben am Platz noch für ein paar Minuten, bis mein Bus wieder Richtung Cancún fährt.

Bus nach Cancún

In Cancún laufen die Uhren anders. Hier rollt der Rubel. Alles ist doppelt so teuer wie in Mérida, da hier hauptsächlich Touristen zum Feiern am Strand kommen.
Meine Unterkunft ist sehr dubios. Scheinbar habe ich ein Händchen für komische Unterkünfte. Diesmal wohne ich in einem ausgestorbenen Einkaufszentrum, wo zwischen den Geschäften ein paar Zimmer verteilt sind. Gespenstisch. Auch mein 5-Bett-Zimmer wird nur von mir bewohnt. Von mir und 867 Moskitos.

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