Besuch bei den Maya

Von Hängematten, Mayas und Fabriken

Hammocksrada

HammocksHeute war volles Programm angesagt. 9:00 ging es zu Hammocksrada – dem libanesischen Hängematten-Großhändler. Wie ich später herausgefunden habe, ist er nicht sonderlich bei den Yucatecans beliebt – The Arab!Abraham und seine beiden Brüder führen den Betrieb schon seit über 26 Jahren. Sie zeigen mir ihre Wahre und die verschiedenen Modelle. Wir reden über den Preis und über Sonderwünsche. Alles geht.

Baumwollfabrik

ZwirnAber interessanter als die Lagerhalle, mit den Hängematten ist die Baumwollfabrik. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ein ewig altes Gebäude, das Fäden produziert. Verrückt, dass vor ein paar Jahrzehnten in Tirol noch dasselbe gemacht wurde. Alte Maschinen. Ein altes Gebäude. Zum Glück auch Arbeiter in mittleren Alter. Es ist schon komisch, dass man 24 werden muss um so etwas das erste mal zu sehen, obwohl alle unsere Kleidung mehr oder weniger aus solchen Fabriken kommt.

Tixkokob

Alter TempelNach der Fabrik geht es mit dem Fahrer und Dolmetscher in ein Maya-Dorf. Wir sehen uns die Häuser an, wo Maya-Frauen die Hängematten knüpfen. So wie die Großmütter bei uns am Dorf Heimarbeit machten. Weiter geht es zu Maya-Ruinen nähe Tixkokob. Wir durchstreifen die Ausgrabungsstätte. Keine Leute sind hier, nur ich als weißer Tourist, mit einem mexikanischen Fahrer. Er versteht es nicht, warum ich auf diese komischen Pyramiden klettern will, da es doch so heiß ist. Trotzdem bezwinge ich die Stufen, während er unten wartet. Und die Stufen sind so steil, dass sie bei uns auf der Kletterskala als 3 oder 4 eingestuft werden würden. Aber die Fotos waren es wert – oder auch nicht.

Vom Gringo-Sein

KindAm Ausgang der Ausgrabungsstätte sehen wir eine Sisal-Fabrik, wo ein paar Kinder davor herumlaufen und Spielen. Wir besichtigen auch diese Fabrik. Und die Kinder bestaunen mich. Diesmal werde statt Mzungu Gringo genannt. Es ist immer wieder ein komisches Gefühl als Europäer in der 2. oder 3. Welt unterwegs zu sein. Durch die weiße Haut gilt man als privilegiert. Türen werden einem aufgehalten, ein einziger Blick schüchtert die Leute ein. Man ist automatisch in der Alpha-Position. Und gleichzeitig wird man als Sparschwein wahrgenommen, das es zu schlachten gilt.

In meinem Fahrer hatte ich einen netten Reisepartner für den Tag gefunden. Das einzige Land in dem er war, waren die USA. 10 Jahre hatte er illegal dort gelebt und gearbeitet, daher kann er auch Englisch. Dann kam er mit zwei Kinder zurück. In Mexiko kamen nochmals zwei Kinder und ein Haus dazu. Er scheint glücklich zu sein. Und ich habe kann meinen eigenen Bericht über die Hängemattenherstellung in Tixkokob schreiben.

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