Konsum-City

Ein langer Tag in Big Apple. Vom Konsum, Comedy und großen Bildschirmen.

Konsum

SkylineDas viele Marschieren in der Stadt macht müde. Es gibt unzählige Eindrücke. Die Straßensperren im Financial District. Die Chinesen in Chinatown, viele kleine sprechende Menschen. Aber die vielen Reize und die Müdigkeit lassen keinen Flow-Effekt aufkommen. Man müsste schon ein Zen-Mönch sein um vom Big Apple nicht abgelenkt zu werden.

Der Puls von New York ist der Konsum. Im Süden stehen die Banken. Hier wird Geld vermehrt und Blasen geschaffen. Die 5th-Avenue ist die Konsummeile. Hier wird Geld gegen Güter getauscht. Und am Broadway wird das Geld in Luft aufgelöst, indem man sich Shows hingibt.

Alles blinkt, alles ist üppig, alles ist hohl. Auch die Leute sind von einem Hype getrieben. Sie versuchen alle zwanghaft Sanguiniker zu sein. »Hello! How are you?«, wird man auf der Straße angesprochen – auch wenn es niemanden interessiert. Aber auch wenn es hohl ist, ist es zumindest nicht unangenehm.

Comedy-Show

FameGestern hat mich am Times-Square ein Ticket-Verkäufer angequatscht und prompt eine Karte für eine Comedy-Show angedreht. Wenn man in New York ist, muss man eine Show ansehen. Aber irgendwie nervt der Gedanke übers Ohr gehauen geworden zu sein. Das Ticket habe ich um $20 bekommen und um $15 muss noch etwas konsumiert werden. Davon war natürlich zuerst nicht die Rede.
Wenn man in eine Comedy-Show geht sollte man zwei Fehler vermeiden: in der ersten Reihe Sitzen und Aufzufallen. Ich habe beides gemacht. Die meisten Komödianten haben ihr Handwerk jedoch gut verstanden. So fand der Abend noch einen lustigen Ausklang.
Voll von Eindrücken schlendere ich durch die nächtliche Stadt nochmals zum Times-Square. Dort erhalte ich meine 15 Sekunden Ruhm, da ich auf einer Videoleinwand abgebildet werde. Der Platz ist verrück. Egal ob Tag oder Nacht. Es ist immer hell und es ist immer voller Menschen.

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