Kuban – Friedhof

Man kann Tote begraben, verbrennen oder – wie in Kuban – verwesen lassen…

Nicht hinfahren!

Im Reiseführer steht zu Kuban: „Die Toten von Trunyan werden weder beerdigt noch verbrannt, sondern verwesen auf Bambusgestellen. Wer dennoch den Friedhof besichtigen will, wird auf zwielichtige Gestalten treffen, die völlig überzogene Gebühren forden.“
Da müssen wir hin! Schnell war mit Yogi – unser Bergführer – und seiner Firma ein Auto und ein Einheimischer organisiert, der uns dorthin führen kann.

Auto- und Bootfahren

20120924-174834.jpgMit dem Auto geht es auf einer extremen Buckelpiste um den See herum nach Trunyan – das Dorf der Bali Aga. Diese beanspruchen die Ureinwohner von Bali zu sein. Sie sprechen auch eine andere Sprache.
Leben tun sie von Fischzucht und Gemüseanbau; vor allem Chili und Zwiebeln.
Im Dorf angekommen, werden wir von allen mit großen Augen bestaunt. Von dort geht es nur per Ruderboot weiter. Zwei Bali Aga stehen auch gleich zur Stelle und rudern uns über den See zum Friedhof. Das einzige was noch gefehlt hat, war ein Nebelwetter.

Friedhof

Der Friedhof liegt um einen besonderen Baum herum. Der Baum verströmt einen Duft und neutralisiert damit den Leichengeruch. Wie das geht ist unklar, aber es funktioniert, denn der letzte Tote liegt gerade einmal 20 Tage dort.
Die Toten werden der Reihe nach unter Bambusgestelle gelegt und der Verwesung überlassen.
Sobald der Platz voll ist, werden die Leichen verbrannt und die Schädel aufgestapelt – ganz wie in Hallstatt.
Das Beeindruckendste jedoch war der gewaltige, alte Baum.
Bei der Rückfahrt haben wir noch 8 Schulkinder in unserem Auto mitgenommen, alle in Uniform, Volksschulalter und lauthals beim Kichern und Streiten.

Heiße Quellen

20120924-180848.jpgZurück vom Friedhof ging es den Nachmittag in ein Schwimmbad aus Lavastein, das von heißem Quellwasser gespeißt wird. Irgendwie trafen dort alle Touristen die in diesem Dorf waren zusammen. Russen, Amerikaner, Spanier, Japaner und wir mittendrin.


3 Antworten auf „Kuban – Friedhof“

  1. Es gibt nichts was es nicht gibt gestern hatten Mama und ich eine Diskusion mit einem Mann der sich das Verbrennen von Toten nicht vorstellen kann vielleicht wäre diese Art der Bestattung etwas für ihn. Laut den Fotos muß es schön romantisch aber auch abendteuerlich sein, meld dich wieder Papa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.