Iringa

Bestückt mit einem originalen Buschmesser und ordentlich Verpflegung machen wir uns auf den Weg nach Iringa – und es ist ein langer Weg…

Straßen

VerkäuferDas ganze Leben spielt sich auf der Straße ab. Kinder gehen in rudeln zur Schule. Leute fahren mit dem Fahrrad in die nächste Stadt. Irgendwo im Nirgendwo stoppt jemand einen Bus um mitzufahren oder er steigt aus um in den Büschen zu verschwinden.
Und überall sind Händler, die irgendwelche Dinge verkaufen: Chips, Bananen, lebende Tiere, Getränke, und das heutige High-Light: Macheten.
Auf der Straße erleben wir zwei Unfälle, und ja… Autos können brennen wie man es von den Cobra11-Filmen kennt…

Bargeld

Im Bus lese ich, dass es in Iringa keine Bankomat-Automaten gibt. Was dank Machete-Kauf geschrumpften Budget schon einen Schock im ersten Moment erzeugt. Aber nur im ersten Moment, denn in weiser voraussicht habe ich einen Notgroschen – nämlich knapp €200 in Bar – mitgenommen. Und in noch weiserer Voraussicht – dank Panikmache im Reiseführer – habe ich diesen Notgroschen am ersten Tag versteckt, gut versteckt, sogar so gut versteckt, dass ich mich im ersten Moment gar nicht mehr an das Versteck erinnern kann.
Im zweiten Moment fällt mir das Versteck ein: in der Packung mit den Malariatabletten.
Und im dritten Moment fällt mir die grausame Wirklichkeit ein, dass ich nämlich vor zwei Tagen diese Verpackung weggeworfen habe… mit meinem Notgroschen darin…
Eine bittere Erfahrung, €200 einfach so, direkt in den Müll zu befördern.
Dafür gab es einen Bankomat in Iringa, und ich beginne mich langsam über den Reiseführer zu ärgern…

Camping mit Missionaren

Indiana JonesAllerdings ist die heutige Unterkunft genial. Ein Campingplatz direkt neben einen Jungelfluss. Die Gegend und die Zelte lassen direkt Indiana Jones Stimmung aufkommen. Da mussten wir gleich die Machete testen gehen. Wie es der Zufall will, können wir uns morgen einem belgischen Ehepaar zur Safari anschließen.
Und das Abendessen im Jungelcamp war außergewöhnlich. Lauter Missionare die im Camp einen Sprachkurs belegen um den Einheimischen zu predigen.
Adventisten, Baptisten, Freie Christen, alle Konfessionen sind vorhanden und wir beide mitten drin…
Jetzt muss ich nur noch meinen Weg durch die Stockfinstere Nacht finden, mein Bett erreichen und die Safari kann morgen beginnen.

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