Dodoma

Ankunft in Dodoma. Der Reiseführer sagt: „There is no reason, why you want to go there.“

Busfahren

HenneMan lernt dazu, wie man als Mzungu die Flycatcher verjagt, wie man durch das Busfenster Wasser, Bananen und Nüsse kauft, und wie man sich einen guten Sitzplatz organisiert. Aber jeder Tag bringt neue Überraschungen mit sich. Beim Kauf des Tickets haben wir darauf geachtet einen Zweiersitz zu reservieren und nicht die platzlose 3er-Sitzbank. Aber wer rechnet damit, dass das nur für die halbe Fahrt gilt? In Kondoa angekommen müssen wir den Bus wechseln. Und ich komme wieder in der Mitte einer 3er-Sitzbank zum Sitzen. Diesmal eine Mutter mit Kind neben mir, die kübelweise Cookies und Cola in sich hineinstopfen und die leeren Packungen über uns hinweg beim Fenster hinauswerfen. Ich hätte am liebsten das Kind rausgeworfen und die Mutter hinterher. Zuerst wirft das Kind die offene Cola-Flasche zu Boden. Auf meine Füße, auf meine Schuhe, auf meine Tasche. Dann wird die Mutter zornig und zwickt das Kind ins Bein. Dann wird das Kind zornig, fängt an zu weinen und die ganze Cookie-Cola-Mischung auszuspucken und auszuspeien. Auf meine Füße, auf meine Schuhe, auf meine Tasche. Und da der Platz so eng ist, kann man nicht auch nur um einen Millimeter bewegen. Und das für die nächsten 8 Stunden. Aber verglichen mit den Stehplatzleuten sind wir noch gesegnet. Denn das Cola-Cookie-Kind-Gemisch war nach einer Stunde getrocknet. Die Steher hatten noch 7 Stunden Stehzeit vor sich und das bei einer sehr exotischen Straße. Solche Sandpisten sind für uns unvorstellbar, für den Busfahrer aber nicht, darum kann er auch mit 120km/h darüber brettern.
Am nächsten Halt wird die Essenversorgung skuriller. Keine Nüsse, dafür lebendige Hühner und frisch geschlachtete Ziegen-Haxen, wir bleiben bei unserem Wasser und Kaugummi.

Dodoma

Dann Ankunft in Dodoma. Der Reiseführer sagt: „There is no reason, why you want to go there.“
Wir haben einen Grund warum wir hier sind. Wir wollen mit dem Landbus nach Iringa fahren. Jeder versucht diese Fahrt zu vermeiden, niemand macht das freiwillig, wir schon.
Aber leider ist der Bus morgen schon voll. Also nehmen wir den Bus einen Tag später.
Und um uns wieder in das Reich der Lebenden zurück zu holen, haben wir uns in einem Hotel untergebracht und sind bei einem Chinesen essen gegangen. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich mich so über chinesisches Essen freuen kann. 😀

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